Nach Zustimmung des Innen- ministers: Zika Oni darf bleiben

  • Donnerstag, 21 Oktober 2021 11:27
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Nach Zustimmung des Innen- ministers: Zika Oni darf bleiben Symbolbild: Wikimedia Commons

Endlich herrscht Klarheit, dass der im Landkreis Ebersberg wohnhafte und bestens integrierte nigerianische Asylbewerber Zika Oni bleiben und weiterhin seiner Arbeit in der renommierten Kunstschmiede Bergmeister nachgehen darf. Dies teilte das Büro der Härtefallkommission im Bayerischen Innenministerium gestern dem Ebersberger Stimmkreisabgeordneten Thomas Huber mit. Den Informationen zufolge hat Innenminister Joachim Herrmann dem Ersuchen nach einer Aufenthaltserlaubnis für Zika Oni wie von der Härtefallkommission vorgeschlagen, stattgegeben. Offenbar wurde die Ausländerbehörde bereits angewiesen, eine Aufenthaltserlaubnis im Falle der weiteren eigenständigen Sicherung des Lebensunterhalts zu erteilen. Damit hat Herr Oni die letzte von unzähligen Hürden auf dem Weg zu einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis erfolgreich überwunden und kann seine Arbeit in der Kunstschmiede Bergmeister fortsetzen. 

Der Fall erregte über den Landkreis hinaus Aufmerksamkeit, als sich im Zuge einer Sammel-Petition über 2.500 Menschen für seine Bleibeerlaubnis einsetzten. „Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich im Sommer 2019 wegen meiner Rücken-Operationen im Krankenhaus war und die Mail las, in dem mir der Ebersberger Unternehmer Matthias Larasser-Bergmeister die Situation eindrücklich geschildert hatte“ erzählt Thomas Huber und ergänzt: „Ich habe damals den Fall prüfen lassen und Herrn Larasser-Bergmeister umgehend meine Unterstützung zugesagt“. Dem folgten in den vergangenen Jahren unzählige Mails und Briefe Hubers an verschiedene staatliche Stellen sowie Telefonate mit Landes- und Bundespolitikern sowie der Härtefallkommission, die sich auch für den Verbleib Zika Onis ausgesprochen hatte. Huber sichtlich erleichtert: „Zuletzt hatte ich den Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann im August gebeten, im Sinne der Härtefallkommission zu entscheiden. Es freut mich sehr, dass sich der Einsatz ALLER gelohnt und diese Geschichte einer wirklich gelungenen Integration nun auch ihr glückliches Ende gefunden hat.“

Matthias Larasser-Bergmeister zeigte sich ebenfalls sichtlich erfreut über den Ausgang und dankte neben Thomas Huber auch Heinrich Traublinger, dem Ehrenvorsitzenden der Handwerkskammer München und Oberbayern, der sich ebenfalls sehr engagiert für Herrn Oni eingesetzt hatte sowie Marlies Froneberg, die sich als ehrenamtliche Asylhelferin um Zika Oni kümmerte. 

Nachdem eine Lösung über das Aufenthaltsgesetz nicht mehr in Betracht kam, hatte der Bayerische Landtag nach einer entsprechenden Petition der Familie Larasser die Härtefallkommission eingeschaltet. Die Härtefallkommission ermöglicht es, ausnahmsweise eine Aufenthaltserlaubnis an Ausländer zu erteilen, die eigentlich zur Ausreise verpflichtet wären, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. So kann bei besonderen Einzelschicksalen und in humanitären Ausnahmefällen geholfen werden, für die das Aufenthaltsgesetz sonst keine angemessene Lösung bereithält. Die Kommission entschied sich bereits im Juli im Sinne von Herrn Oni – für die rechtskräftige Entscheidung war allerdings noch die Zustimmung des Innenministers erforderlich, die nun erfolgt ist.

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