Brenner-Nordzulauf: Huber setzt erste wichtige Forderungen durch

  • Freitag, 27 Juli 2018 08:53
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Bereits im Vorfeld des letzten Treffens des Regionalen Projektbeirats Rosenheim zum Brenner-Nordzulauf formulierte der Ebersberger Stimmkreisabgeordnete im Bayerischen Landtag, Thomas Huber seine Forderungen in Sachen „Bahnlärm“ klar und sorgte so dafür, dass diese nun auf die Tagesordnung des Regionalen Projektbeirats gesetzt wurden. Zu einigen seiner Forderungen erhielt der Abgeordnete bereits vor Ort konkrete Zusagen: „Es wird höchste Zeit, dass die Bahn reagiert und die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger auch aus unserem Landkreis endlich ernst nimmt. Wir wollen nicht immer wieder aufs Neue beschwichtigt werden, sondern konkrete Umsetzungen sehen“, sagte Huber und führte weiter aus: „Die jüngsten Zusagen sind ein weiterer wichtiger Schritt; allerdings reichen sie noch lange nicht aus! Ich bleibe am Ball und werde mit den Bürgerinnen und Bürgern aus dem Landkreis weiter für Verbesserungen kämpfen.“

Die 6 Forderungen an die Bahn im Detail:

1.      Mitteilung über den Stand der Umsetzung der Baumaßnahmen zum Einbau von Schienenstegdämpfern im Landkreis Ebersberg (Status Quo, Zeitplan für die verschiedenen Bauabschnitte, geplante Fertigstellung, Nennung der technischen Details).
2.      Mitteilung des Planungsstands für eine Ausweichtrasse (Ostkorridor über Regensburg-Landshut-Mühldorf-Rosenheim).
3.      Forderung nach einer verbesserten Informationspolitik der Bahn gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Ebersberg (nach dem Vorbild Rosenheims) mit der Einrichtung eines Infobüros.
4.      Forderung nach Gründung eines Planungsdialogs für den Landkreis Ebersberg.
5.      Forderung nach Erstellung eines neuen erweiterten Lärmgutachtens in den Kommunen des Landkreises Ebersberg entlang des Brenner-Nordzulaufs.
6.      Forderung nach der Errichtung von Lärmschutzmaßnahmen gemäß heutiger Neubaustandards entlang des Brenner-Nordzulaufs im Landkreis Ebersberg.

Einige der Forderungen wurden bei der Sitzung des Regionalen Projektbeirats bereits diskutiert. Huber wurde eine zeitnahe Prüfung über den Stand der Baumaßnahmen zum Einbau von Schienenstegdämpfern zugesichert. Eine Mitteilung des Planungsstands für den sog. „Ostkorridor“ (für den Landkreis Ebersberg entlastende Ausweichtrasse) wurde nun für das dritte Quartal 2018 angekündigt. Das Bundesverkehrsministerium prüft hier derzeit noch die möglichen Trassen. Seine Forderung nach einer verbesserten Informationspolitik gegenüber den Bürgern wurde aufgenommen: Es werde nun geprüft, wie diese umgesetzt werden soll. Huber schlug neben den verbesserten Online-Informationsangeboten die Einrichtung eines Informationsbüros (z.B. Grafing-Bahnhof) vor, wo sich die Bürger vor Ort erkundigen können.

Hubers Forderung nach einem Planungsdialog für die Region im Norden von Rosenheim wurde ebenfalls aufgenommen und deren Start für den Herbst versprochen. Dazu werde die Bahn in Kontakt mit dem Ebersberger Landratsamt und den Kommunen treten und sowohl den Landrat als auch die betroffenen Bürgermeister einbinden. Ein erweitertes Lärmgutachten werde es nach Aussage der Bahn ebenfalls geben, allerdings wurden noch keine Details bekannt gegeben. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Andreas Lenz bekräftigte Huber in den Gesprächen die Forderung nach der Errichtung von Lärmschutzmaßnahmen gemäß heutiger Neubaustandards auf der Bestandsstrecke.

Der aus Grafing stammende Landtagsabgeordnete Thomas Huber setzt sich zusamm mit seinem Kollegen aus dem Deutschen Bundestag Dr. Andreas Lenz seit Jahren für einen verbesserten Lärmschutz entlang der Bahngleise ein und auch die Landkreis-CSU ist schon im Jahr 2015 mit einer Resolution im Kreistag gegen den Bahnlärm initiativ geworden. Seit Beginn des Jahres 2017 kommt neue Dynamik in die Angelegenheit, nachdem Thomas Huber sich an den Bayerischen Innenminister Herrmann, die Bayerische Verkehrsministerin Aigner sowie zuletzt mit konkreten Forderungen an den neuen Bundesverkehrsminister Scheuer gewandt hat.
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