Sonderpreis des Landtags für Dr. Mischlewski aus Grafing

  • Freitag, 29 Juni 2018 13:48
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Sonderpreis des Landtags für Dr. Mischlewski aus Grafing (c) Rolf Poss - Bildarchiv Bayerischer Landtag

Aus über 100 Bewerbern zum Thema „Bayern leben Europa“ wurden 5 Preisträger aus ganz Bayern ausgewählt. Einer davon ging als Sonderpreis an den 98-jährigen Initiator der Städtepartnerschaft Grafing- St. Marcellin, Dr. Adalbert Mischlewski. Er kam auf Vorschlag der Grafinger Bürgermeisterin Angelika Obermayr mit Unterstützung des Landtagsabgeordneten Thomas Huber zustande, die beide bei der Preisverleihung im Landtag dabei waren. Thomas Huber pflichtete Barbara Stamm bei, die die aktuelle Bedeutung des diesjährigen Themas hervorhob: „Viele Menschen in Bayern setzen sich ein, um auf die enormen Vorzüge und herausragenden Errungenschaften unseres geeinten Kontinents aufmerksam zu machen. Europa ist ein großartiges Werk des Friedens, der gemeinsamen Werte und wirtschaftlicher Stabilität, das es zu erhalten und zu stärken gilt.“

Thomas Huber dankte dem Grafinger auch persönlich: „Durch engagierte Bürger wie Dr. Mischlewski konnte es gelingen, dass aus ehemaligen Erbfeinden eine enge Partnerschaft entsteht, welche antreibend und prägend für die europäische Einigung war und ist. Dabei ist der persönliche Austausch zwischen den Menschen besonders wichtig. Gerade in diesen Tagen sollte genau dieser Geist wieder mehr in den Vordergrund treten und es bleibt zu hoffen, dass der europäische Motor - die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich - wieder an Fahrt aufnimmt.“

Mit der „Besonderen Würdigung“ ehrte die Jury Dr. Adalbert Mischlewski, der sich seit Jahrzehnten für die deutsch-französische Aussöhnung und Begegnung einsetzt. Er ist unter anderem Initiator der Städtepartnerschaft zwischen Grafing und St. Marcellin/Frankreich, die seit 1993 besteht. Dr. Mischlewski war während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich im Flugmeldedienst eingesetzt. Nach dem Krieg setzte er sich in seinem Beruf als Lehrer und darüber hinaus für die Aussöhnung ein. Er ist bis heute um die deutsch-französische Freundschaft bemüht und betont dabei besonders, dass Europa nicht nur eine blühende Wirtschaft, sondern auch die Werte der Humanität, der Ethik und der Spiritualität brauche. Die Partnerschaft, die Dr. Mischlewski initiiert hat, beinhaltet regelmäßige Begegnungen zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Austausch von Schülern und Praktikanten, jährliche Begegnung von Wandervereinen, die abwechselnd eine Region im Nachbarland erkunden, gemeinsame Konzerte, Ausstellungen und Varietéveranstaltungen oder die Organisation von Jugendlagern abwechselnd in Frankreich, Deutschland und Rumänien. Thomas Huber sagte anlässlich dieser Ehrung im Landtag: „Menschen wie Dr. Mischlewski sind für mich echte Vorbilder“.

 

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