Huber fordert mehr Lärmschutz für Anwohner

  • Freitag, 18 Mai 2018 09:55
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Huber fordert mehr Lärmschutz für Anwohner (c) Andreas Hermdorf pixelio.de

„Die Fertigstellung des Brennerbasistunnels wird zu einem erheblichen Mehraufkommen an Zügen führen. Von der Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene profitiert die Umwelt, aber die zu erwartende erhöhte Lärmbelastung für die Anwohner darf nicht kleingeredet werden“, so der Ebersberger Stimmkreisabgeordnete Thomas Huber. In den letzten Jahren hat er sich vielfach für mehr Lärmschutz eingesetzt und den zuständigen Stellen die Gesundheitsrisiken für die betroffenen Anwohner aufgezeigt. „Die Rückmeldungen von Bund und Bahn haben mich nicht zufriedengestellt. Ich verstehe auch nicht, warum entlang der Bahnlinien im Landkreis Ebersberg weniger Lärmschutz errichtet wird als andernorts“, sagte Huber und weiter: „Die prognostizierte Belastung durch den erhöhten Zugverkehr macht es zwingend erforderlich, dass ein zusätzlicher Lärmschutz errichtet wird, und zwar nach den heutigen Maßstäben für einen Neubau!“
 
Die Bayerische Ministerin für Bau und Verkehr Ilse Aigner antwortete Thomas Huber kürzlich auf sein Schreiben wo er die Staatsregierung um Informationen über den derzeitigen Planungsstand aufforderte. Demnach werden auf Grafinger Gemeindegebiet 680 Meter Lärmschutzwand errichtet und auf Gebiet der Gemeinden Vaterstetten und Zorneding auf rund 3,8 Kilometer Streckenlänge Schienenstegdämpfer montiert. In Kirchseeon, wo bereits im Zuge des S-Bahn-Ausbaus Lärmschutzwände errichtet wurden, erfolgt eine verstärkte akustische Schienenpflege durch häufigeres Schleifen. „Ich danke dem Freistaat, der sich freiwillig und ausnahmsweise an den Kosten der zusätzlichen Lärmsanierung beteiligt hat, obwohl er für Schienenwege des Bundes nicht zuständig ist. Ohne die Beteiligung des Freistaats wäre aber der Bund gar nicht erst tätig geworden“, erklärte der Abgeordnete Thomas Huber.
 
Huber stellt nun klare Forderungen an die Bahn: 1. Rasche Umsetzung von Schienenstegdämpfern in allen Landkreisgemeinden entlang des Brennernordzulaufs, 2. Errichtung von Lärmschutzmaßnahmen wie bei heutigen Neubaustrecken üblich, 3. Verbesserte Informationspolitik gegenüber Bürgerinnen und Bürgern nach Vorbild Rosenheims mit Einrichtung eines Infobüros (z.B. Nutzung leerstehender Räume im Bahnhofsgebäude in Grafing-Bahnhof) und Gründung eines Planungsdialogs, 4. Erstellung eines neuen erweiterten Lärmgutachtens und 5. Frühzeitige Planung und rasche Umsetzung aller Maßnahmen. Huber dazu: Man muss nicht warten, bis am südlichen Ende des Brenner Nordzulaufs alle Lösungen fertig auf dem Tisch liegen! Die Interessenslagen bei uns im Landkreis sind oftmals andere als im Landkreis Rosenheim“. In Ebersberg gibt es einen gültigen Kreistagsbeschluss mit klaren Wünschen, die es frühzeitig zu diskutieren gilt.  Der aus Grafing stammende Stimmkreisabgeordnete kündigte an, sich engmaschig mit seinem Kollegen im Deutschen Bundestag, Dr. Andreas Lenz abzustimmen und gemeinsam für einen deutlich verbesserten Lärmschutz zu kämpfen.

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