SOB testet mobile Einstiegshilfe für den Filzenexpress

  • Dienstag, 22 September 2015 09:20
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David K. testet mit seinem Elektrorollstuhl die Rampe. Desweiteren dem Foto (von links): Willi Slowaczek  (Gemeinderat Steinhöring), Manuela Betzl (Freiwilligendienst Bahnhof  Steinhöring), MdL Thomas Huber und Michael Schmidt (Südostbayernbahn).   David K. testet mit seinem Elektrorollstuhl die Rampe. Desweiteren dem Foto (von links): Willi Slowaczek (Gemeinderat Steinhöring), Manuela Betzl (Freiwilligendienst Bahnhof Steinhöring), MdL Thomas Huber und Michael Schmidt (Südostbayernbahn). (c) DB Mobility Logistics AG
An den Stationen des Filzenexpress zwischen Wasserburg und Grafing Bahnhof kommen Züge zum Einsatz, in die Rollstuhlfahrer ohne fremde oder technische Hilfe nicht einsteigen können.Die Südostbayernbahn (SOB) testete in der letzten Woche den Prototyp einer mobilen Rampe, mit der der Höhenunterschied zwischen Bahnsteig und Zug auch von schweren Elektrorollstühlen überwunden werden kann. Der Praxistes fand unter Beteiligung des Ebersberger Landtagsabgeordneten Thomas Huber des Steinhöringer Gemeinderats Willi Slowaczek, Manuela Betzl vom freiwilligen Betreuungsdienst in Steinhöring, Rainer Kurzmeier von Pro Bahn Ortgruppe Wasserburg sowie Vertretern von Behindertenverbänden und SOB statt. Ort war ein Bahnsteig in Mühldorf, dessen Höhe den Bahnsteigen an der Filzenexpress-Strecke entspricht.  

Getestet wurde der Prototyp einer mobilen Rampe, die von einem Helfer vom Bahnsteig bis auf die oberste Stufe des Zuges gelegt wird und dann vom Behinderten selbständig befahren werden kann. Getestet wurde der Prototyp von David K., der üblicherweise mit einem schweren Elektrorollstuhl reist. Der Protoyp bewährte sich. Kleine Verbesserungsvorschläge wurden von den SOB Vertretern aufgenommen und sollen bei der Produktion weiterer Rampen berücksichtigt werden. Ziel ist es, an den Bahnhöfen Wasserburg, Steinhöring, Ebersberg und Grafing Bahnhof und Stadt je eine solche Rampe am Bahnsteig vorzuhalten.

Thomas Huber sagte: „Barrierefreiheit im öffentlichen Raum ist ein wichtiges Ziel, das wir bis 2023 im staatlichen Bereich umsetzen wollen. Bis dahin ist noch ein langer Weg und erfordert unbürokratische und praktikable Lösungen. Er bedankte sich bei der SOB für die schnelle und unkomplizierte Entwicklung der Testrampe.  

Als nächste Schritte wurden die Anpassung der Rampe und ein weiterer Testlauf in Steinhöring unter realen Bedingungen vereinbart. Ziel ist es, an den genannten Bahnhöfen bis Weihnachten die mobile Rampe anzubieten. Die Rampen werden mit einem Spezialschlüssel versehen sein, der üblicherweise den Behinderten zur Verfügung steht. Wenn die Behinderten nicht selbst einen Helfer mitbringen können, der die Rampe auslegt, stehen in jedem der genannten Orte Freiwillige zur Verfügung, die nach Voranmeldung beim Ein- und Aussteigen helfen.


Bild/Text: DB Mobility Logistics AG
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