Lösung für barrierefreien Zustieg am Bahnhof Steinhöring gefunden

  • Mittwoch, 12 Dezember 2018 11:07
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Bild (v.l.n.r.): Matthias Krause, SOB; Jura Kojetinsky und Florian Liese, BEG; Thomas Huber MdL, Dr. Getrud Hanslmeier-Prockl und David Kruzolka, EVS Steinhöring; Bgm. Alois Hofstetter Bild (v.l.n.r.): Matthias Krause, SOB; Jura Kojetinsky und Florian Liese, BEG; Thomas Huber MdL, Dr. Getrud Hanslmeier-Prockl und David Kruzolka, EVS Steinhöring; Bgm. Alois Hofstetter (c) MdL Thomas Huber Büro

Der barrierefreie Zustieg am Steinhöringer Bahnhof wäre für die Betroffenen ein Geschenk und würde zu deutlich mehr Freiheit führen. So formulierte es David Kruzolka (Vorsitzender des Bewohnerrats des EVS Steinhöring), der sich seit langem für eine Lösung einsetzt. Dem Ebersberger Stimmkreisabgeordneten Thomas Huber hatte er bei einem Sozialempfang im September von seinen Erfahrungen als Rollstuhlfahrer berichtet. Auf Initiative von Thomas Huber fand nun ein Gespräch aller Beteiligten im EVS Steinhöring statt, um über kurzfristige und umsetzbare Lösungsmöglichkeiten nachzudenken. Neben David Kruzolka und der EVS-Leiterin Frau Dr. Gertrud Hanslmeier-Prockl lud Huber auch Bürgermeister Alois Hofstetter sowie die Vertreter von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und der Südostbayernbahn (SOB) zu einem „Runden Tisch“ ein. „Es macht einfach keinen Sinn, wenn der Bahnhof in Steinhöring barrierefrei ist, aber der Zustieg in die Wagons nach wie vor noch nicht“, sagte Huber und ergänzte: „Deshalb ist es besonders erfreulich, dass der Freistaat auf meine Bitte hin unbürokratisch aktiv wird und neue Hublifte anschafft.“ Diese findet man heute schon an allen großen Bahnhöfen wie am Hauptbahnhof oder am Ostbahnhof in München.

Freistaat investiert in neue Hublifte auf Strecke Grafing - EBE - Wasserburg
 
In der Vorbereitung des Gesprächstermins hat Thomas Huber bereits seine Forderung für eine kurzfristige Lösung klar formuliert. Florian Liese, Leiter der Planungsabteilung BEG, und Jura Kojetinsky, Infrastrukturabteilung BEG, konnten diese deshalb bereits zum Termin präsentieren: Der Freistaat wird für Steinhöring, Ebersberg, Grafing Bahnhof und Wasserburg Hublifte für 50.000 Euro anschaffen. Noch während des Gesprächs wurde der Auftrag an Matthias Krause, Leiter Marketing SOB, erteilt. Laut Krause betrage die Lieferzeit für die Hublifte rund 6 Wochen. Eine schon einmal angedachte und in der Praxis getestete „Rampenlösung“ erwies sich auch aufgrund versicherungsrechtlicher Probleme als nicht praktikabel. Das habe sich aber erst nach der Einrichtung herausgestellt, so Matthias Krause, der versprach: „Mit den neuen Hubliften werde es dieses Problem nicht geben“. Durch die Integration der Lifte in das bundesweite Netz „Mobilitätshilfe“ der Deutschen Bahn kann die Benutzung jeweils einen Tag vorher unbürokratisch angemeldet werden. David Kruzolka, der selbst auf den Rollstuhl angewiesen ist, bewertete die Hublifte und die 1-tägige Vorlaufzeit als positiv und praxistauglich. Thomas Huber dankte ihm für seine Einschätzung als Betroffener und ergänzte: „Hublifte stellen auch aus meiner Sicht eine gute und kurzfristige Lösung sowie eine wesentliche Verbesserung für Betroffene in der Übergangszeit bis zur Elektrifizierung dar.“

Vollständig barrierefreier Zustieg wird erst durch die Elektrifizierung der Bahnstrecke realisiert

Der Abgeordnete verwies auf die geplante Elektrifizierung der Bahnstrecke Ebersberg-Wasserburg und die damit einhergehende vollständige Barrierefreiheit zwischen Zug und Bahnsteig. Durch den Einsatz von S-Bahnzügen wird der durchgängige barrierefreie Zustieg voraussichtlich ab 2025/2026 erst möglich sein. „Das muss auch ins Bewusstsein der neuen Bürgerinitiative, die sich gegen die Elektrifizierung der Bahnstrecke ausspricht“, so Huber, der sich maßgeblich für die Elektrifizierung der Strecke eingesetzt hatte.
 
Auch Frau Dr. Hanslmeier-Prockl freute sich angesichts der kurzfristigen Lösung und der Gewissheit über die langfristige Perspektive über das Ergebnis des Gesprächs: „Ich bin Thomas Huber für seinen Einsatz und die Vermittlung sehr dankbar. Für viele Bewohner des Einrichtungsverbunds ist eine gute Mobilität zwingende Voraussetzung für die Teilhabe am öffentlichen Leben.“ Bürgermeister Hofstetter pflichtete dem bei und fügte hinzu, dass auch ältere Menschen mit Rollator von den Hubliften profitieren werden. Abschließend betonte Huber, dass er sich insbesondere in seinen neuen Funktionen u.a. als Vorsitzender des Sozialarbeitskreises der CSU-Landtagsfraktion noch stärker für die Belange von Menschen mit Behinderungen einsetzen wird.




 MdL Thomas Huber neben einem Hublift.
 

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