Anfang Februar hat Bayerns Finanzminister Söder öffentlich angekündigt, im Rahmen der Breitbandförderung den neuen „Höfebonus“ und die neue „Gigabit-Initiative“ auf den Weg zu bringen und dazu in ausgewählten Gemeinden Pilotprojekte durchzuführen. Der Ebersberger Stimmkreisabgeordnete Thomas Huber teilt nun mit, dass die Stadt Ebersberg bayernweit als eine von nur sieben Kommunen ausgewählt wurde. Huber: „Die Durchführung des Pilotprojekts in Ebersberg ist ein wichtiges Signal der Staatsregierung und trägt der starken wirtschaftlichen Entwicklung in unserem Landkreis Rechnung. Durch den weiteren Breitbandausbau auf höchstem technischen Niveau mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1.000 Mbit/s wird Ebersberg fit für die digitale Zukunft.“
 
Neuer Höfebonus

Eine besondere Herausforderung beim Ausbau des schnellen Internets sind Kommunen mit sehr vielen Streusiedlungen, so Huber. Daher sollen diese Gemeinden, die oftmals wegen mangelnder Rentabilität nicht von den Betreibern erschlossen werden, bei künftigen Ausbauprojekten zusätzlich mit einem „Höfebonus“ unterstützt werden. Dazu wird der, je nach Finanzkraft gestaffelte, Fördersatz für künftige Projekte auf 80 Prozent angehoben und der Förderhöchstbetrag erhöht. Voraussetzung dafür ist, dass die Gemeinde bereits einen Förderbescheid zu bisherigen Konditionen erhalten hat und einen großen Teil ihres Förderhöchstbetrags so abgerufen hat. Kommunen, die bereits bisher einen Fördersatz von 90 Prozent hatten, behalten diesen. Ein besonderer Fokus beim „Höfebonus“ liegt auf einem hohen Anteil direkter Glasfaseranschlüsse in die Gebäude (FTTB). Details werden noch mit den kommunalen Spitzenverbänden und dem ORH abgestimmt; die Änderungen sollen zum 1.7.17 wirksam werden. Gemeinden mit vielen Ortsteilen werden voraussichtlich besonders profitieren.
 
Neue Gigabit-Initiative

Wie der Landtagsabgeordnete Thomas Huber feststellt, benötigen Unternehmen jetzt schon direkte Glasfaseranschlüsse und höhere Bandbreiten als 30 Mbit/s, damit sie im globalen Wettbewerb nicht den Anschluss verlieren. Nach derzeitigen EU-Vorgaben ist eine Förderung bisher nicht zulässig, wenn ein Gebiet bereits mit 30 Mbit/s erschlossen ist, weil diese Geschwindigkeit laut EU als „schnelles Internet“ gilt. Gewerbebetriebe benötigen aber oft höhere, auch symmetrische, Bandbreiten. „Die EU-Kommission muss ihre restriktiven Leitlinien aus dem Jahr 2013 dringend anpassen“, so die Forderung Hubers, der die entsprechende Initiative der Staatsregierung zur Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen für absolut notwendig hält. Bis die Anpassung geschieht, wird der Freistaat eine pilothafte „Gigabit-Förderung“ angehen und in ausgewählten Gewerbegebieten den Ausbau von Glasfaserleitungen bis in die Gebäude unterstützen. Erreichbar sein sollen Geschwindigkeiten von 1.000 Mbit/s und mehr.
Aus dem Regierungsbezirk Oberbayern nimmt die Stadt Ebersberg am Pilotprojekt teil. Im nächsten Schritt wird das Vorgehen mit der EU-Kommission abgestimmt mit dem Ziel, noch im Jahr 2017 eine Genehmigung aus Brüssel zu erhalten. Die Pilotprojekte sollen wichtige Erkenntnisse für die künftige Weiterentwicklung der Breitbandförderung liefern.


 

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„Der Freistaat Bayern stellt weitere knapp 15 Mio. Euro für den Breitbandausbau im Landkreis Ebersberg bereit. Das hat mir Finanzminister Markus Söder jetzt auf meine Nachfrage hin mitgeteilt“, gab der Stimmkreisabgeordnete Thomas Huber bekannt: „Von diesem Förderhöchstbetrag können insgesamt 21 Kommunen in unserer Heimat profitieren, worüber ich mich sehr freue, denn schnelles Internet ist ein Standortfaktor ersten Ranges. Aus diesem Grund werde ich am Freitag, 19. September 2014, um 16.00 Uhr, den „1. Ebersberger Breitbandgipfel“ io Ebersberger veranstalten, um die Kommunen sowie die Bürgerinnen und Bürger ausführlich über alle weiteren Schritte zu informieren“.
 
Mit der neuen Richtlinie, die erst durch das vor kurzem erfolgte „OK“ der Europäischen Union möglich geworden sei, werden die Förderkonditionen des Breitbandausbaus in Bayern wesentlich verbessert. Außerdem sei durch interkommunale Zusammenarbeit beim Breitbandausbau sogar noch eine Steigerung des Förderhöchstbetrags um jeweils weitere 50.000 Euro möglich, betont der Landtagsabgeordnete, der sich bereits vor seiner Wahl ins bayerische Parlament für eine Beschleunigung des Breitbandausbaus eingesetzt hatte: „Mit diesen neuen Förderkonditionen und der überarbeiteten Breitbandrichtlinie hat Bayern jetzt endgültig ein bundesweit einzigartiges Förderprogramm für das schnelle Internet. Damit werden wir hoffentlich bald eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet erreichen, auf die gerade auch viele Unternehmen im Landkreis Ebersberg warten.“
 
Mit der neuen Breitbandrichtlinie wird aber nicht nur das Verfahren für die Kommunen deutlich vereinfacht, sondern es werden auch die Fördersätze verdoppelt und das Förder-volumen jeder einzelnen Kommune auf 500.000 Euro bis maximal 1 Million Euro angehoben. Insgesamt befinden sich derzeit etwa 790 Kommunen (90 Prozent davon liegen im ländlichen Raum) im Verfahren. Das Gesamtvolumen des Förderprogramms beträgt rund 1,5 Milliarden Euro. 
 
Die neue Richtlinie mit den Erläuterungen, überarbeiteten Formblättern und Musterdoku-menten findet sich im Internet unter www.schnelles-internet.bayern.de.“
 
Die Liste mit den Förderhöchstbeträgen für 21 Kommunen im Landkreis Ebersberg steht zum Download bereit, bitte bei "Anhänge herunterladen".
 
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