Huber verweist darauf, dass die Bayernpartei allen Ernstes dem Austritt des Freistaates Bayern aus der Bundesrepublik Deutschland das Wort rede und die Einführung eines bayerischen Staatspräsidenten fordere. Noch schlimmer sei, dass die Bayernpartei wörtlich für das Ende der Auslandseinsätze der Bundeswehr und das Ausscheiden Deutschlands aus dem Euro-Raum eintrete. Huber: „Wer das ernsthaft vertritt, nimmt die Isolation Deutschlands in der Welt und den Absturz der deutschen und europäischen Wirtschaft in Kauf. Und diese Leute bezeichnet Herr Böhm in der Öffentlichkeit wörtlich als eine Klientel, die neue Möglichkeiten eröffnet und sehr hilf-reich sein kann.“
Der stellvertretende CSU-Kreischef glaubt, der SPD-Landratskandidat habe sich aus rein opportunistischen Gründen bei der Bayernpartei angebiedert, ohne deren politi-schen Inhalte überhaupt zu kennen. Die Bayernpartei lehne beispielsweise das Wahlrecht für Ausländer ab, wolle den Solidaritätszuschlag und die Öko-Steuer er-satzlos abschaffen und den Spitzensteuersatz von 42 auf 35 Prozent senken. Das widerspreche all dem, was die SPD seit Jahrzehnten vertrete, den Spitzensteuersatz wollten die Sozialdemokraten nicht um sieben Prozent absenken, sondern um sieben Prozent erhöhen.
Fazit von Huber: „Wer sich solch Verbündete sucht, der zeigt, dass sein politisches Koordinatensystem nicht stimmt. Die Bayernpartei vertritt so abenteuerliche politische Positionen, dass sich ein seriös sortierter Sozialdemokrat mit ihr nie hätte einlassen dürfen“. Böhm, so vermutet Huber, habe sich auf dieses Spielchen nur deshalb eingelassen, weil die FDP auf seine Avancen nicht eingegangen sei, sondern sich für CSU-Kandidat Robert Niedergesäß ausgesprochen habe und ihn im Wahlkampf unterstütze.